Skip to content
EncryptInvoice Blog
Peppol (Pan-European Public Procurement On-Line) ist ein internationales Rahmenwerk, das den elektronischen Austausch von Dokumenten - insbesondere Rechnungen und Bestellungen - über Grenzen hinweg standardisiert. Ursprünglich als EU-Initiative entwickelt, wird Peppol heute von OpenPeppol, einer in Brüssel ansässigen gemeinnützigen Organisation, verwaltet.
EU 1 min de lecture Mis à jour:

Peppol: Der internationale Standard für elektronische Rechnungen

Peppol (Pan-European Public Procurement On-Line) ist ein internationales Rahmenwerk, das den elektronischen Austausch von Dokumenten - insbesondere Rechnungen und Bestellungen - über Grenzen hinweg standardisiert. Ursprünglich als EU-Initiative entwickelt, wird Peppol heute von OpenPeppol, einer in Brüssel ansässigen gemeinnützigen Organisation, verwaltet.

Peppol im Detail

Peppol basiert auf einem Vier-Ecken-Modell, das aus Absender, Zugangspunkt des Absenders, Zugangspunkt des Empfängers und Empfänger besteht. Teilnehmer müssen sich über einen zertifizierten Peppol-Zugangspunktanbieter verbinden und ihre Identifikatoren im Peppol-Verzeichnis (SMP/SML-Infrastruktur) registrieren. Die technischen Komponenten umfassen Peppol BIS (Business Interoperability Specifications), SML (Service Metadata Locator), SMP (Service Metadata Publisher) und die Peppol-PKI für den sicheren Dokumentenaustausch.

Internationale Verbreitung

Peppol wurde 2012 von Norwegen als erstes Land für die elektronische Rechnungsstellung im öffentlichen Sektor (B2G) verpflichtend eingeführt. In der EU erfordert die Richtlinie 2014/55/EU, dass alle Auftragsvergabebehörden elektronische Rechnungen erhalten können, die dem Europäischen Standard EN 16931 entsprechen. Peppol BIS Billing 3.0 ist das vorherrschende Format, das diesem Standard entspricht. Alle 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegen, Island und Liechtenstein sind verpflichtet, EN 16931-konforme Rechnungen im B2G-Bereich zu akzeptieren.

Außerhalb Europas haben Australien und Neuseeland gemeinsam Peppol für den Bundesbeschaffungsbereich verpflichtend eingeführt, während Singapur durch die Infocomm Media Development Authority (IMDA) den Peppol-Standard fördert. Japan hat im Oktober 2023 ein auf Peppol basierendes elektronisches Rechnungsstellungssystem (JP PINT) eingeführt, das an sein qualifiziertes Rechnungssystem gebunden ist. Malaysia bezieht sich mit seinem MyInvois-System auf Peppol-Standards.

Partager: X LinkedIn Email

Articles liés