Belgien deaktiviert EORI-Nummern mit ungültigen BCE-Registrierungen
EORI-Nummern, die mit inaktiven oder nicht existierenden BCE-Nummern verknüpft sind, werden ab dem 1. Dezember 2026 automatisch deaktiviert. Betroffene Unternehmen müssen ihre BCE-Status wiederherstellen und einen neuen EORI-Antrag stellen, um die Deaktivierung zu vermeiden.
Das Wichtigste in Kürze
- EORI-Nummern, die mit inaktiven BCE-Nummern verknüpft sind, werden ab dem 1. Dezember 2026 automatisch deaktiviert.
- Betroffene Unternehmen müssen ihren BCE-Status wiederherstellen und einen neuen EORI-Antrag stellen, um die Deaktivierung zu vermeiden.
- Die Maßnahme basiert auf Artikel 7 der CDU-DA und dient der Synchronisierung der nationalen und EU-weiten Unternehmensdatenbanken.
Belgien deaktiviert EORI-Nummern mit ungültigen BCE-Registrierungen
EORI-Nummern, die mit inaktiven oder nicht existierenden BCE-Nummern verknüpft sind, werden ab dem 1. Dezember 2026 automatisch deaktiviert. Betroffene Unternehmen müssen ihre BCE-Status wiederherstellen und einen neuen EORI-Antrag stellen, um die Deaktivierung zu vermeiden.
Kontext
Die belgische Finanzbehörde SPF Finances hat am 6. Oktober 2026 bekannt gegeben, dass EORI-Nummern (Economic Operators Registration and Identification), die mit ungültigen BCE-Nummern (Banque-Carrefour des Entreprises) verknüpft sind, ab dem 1. Dezember 2026 automatisch deaktiviert werden. Diese Maßnahme basiert auf Artikel 7 der Verordnung (EU) Nr. 2015/2446 zur Durchführung des Unionszollgesetzes (Union Customs Code Delegated Act, CDU-DA). Diese Verordnung verpflichtet die Zollbehörden, EORI-Nummern zu widerrufen, wenn der registrierte Wirtschaftsbeteiligte seine Tätigkeit eingestellt hat.
Die Synchronisation zwischen dem nationalen Unternehmensregister (BCE) und dem EU-weiten EORI-System stellt sicher, dass nur wirtschaftlich aktive Unternehmen gültige Zollidentifikationsnummern behalten. Diese Initiative ist besonders relevant für ruhende Gesellschaften, umstrukturierte Unternehmen oder solche, die Fusionen oder Auflösungen durchlaufen haben und dennoch über alte EORI-Registrierungen verfügen.
Was ändert sich?
Betroffene Unternehmen und Fristen
Unternehmen, deren BCE-Nummer als inaktiv oder nicht existierend markiert ist, müssen zwei Schritte durchlaufen, um ihre EORI-Nummer zu reaktivieren:
- Wiederherstellung des aktiven Status im BCE.
- Einreichung eines neuen EORI-Antrags bei der belgischen EORI-Zelle.
Falls diese Schritte nicht bis zum 1. Dezember 2026 abgeschlossen sind, wird die EORI-Nummer automatisch deaktiviert. Dies kann zu Unterbrechungen bei der Zollabwicklung führen, insbesondere bei Warenbewegungen, die eine gültige EORI-Nummer an EU-Grenzübergängen erfordern.
Rechtliche Grundlage
Die Maßnahme stützt sich auf Artikel 7 der CDU-DA, der die Zollbehörden verpflichtet, EORI-Nummern zu widerrufen, wenn der registrierte Wirtschaftsbeteiligte seine Tätigkeit eingestellt hat. Diese Regelung dient der Gewährleistung der Genauigkeit und Aktualität der EORI-Datenbank, indem sie sicherstellt, dass nur aktive Unternehmen Zugang zu Zollverfahren haben.
Auswirkungen auf Unternehmen
Compliance-Risiken und Handlungsbedarf
Unternehmen, die von dieser Maßnahme betroffen sind, müssen schnell handeln, um ihre EORI-Nummer zu erhalten. Die Deaktivierung kann schwerwiegende Auswirkungen auf den internationalen Handel haben, da eine gültige EORI-Nummer für die Teilnahme an EU-Zollverfahren unerlässlich ist.
Handelscompliance-Beauftragte und Zollspediteure, die im Auftrag belgischer Unternehmen tätig sind, sollten umgehend den BCE-Status ihrer Kunden überprüfen. Eine sofortige Überprüfung ist notwendig, um potenzielle Risiken vor dem Dezember 2026 zu identifizieren und abzumildern.
Strategische Überlegungen
Unternehmen sollten ihre internen Prozesse überprüfen, um sicherzustellen, dass alle relevanten EORI- und BCE-Nummern aktuell sind. Dies umfasst die Überwachung von Unternehmensänderungen, wie Fusionen oder Auflösungen, und die Anpassung der Registrierungsdaten entsprechend. Die Proaktivität in diesem Bereich kann zukünftige Compliance-Probleme vermeiden und eine reibungslose Zollabwicklung gewährleisten.
Ausblick
Offene Fragen und Überwachungspunkte
Obwohl der aktuelle Zeitplan feststeht, bleibt abzuwarten, ob es in Zukunft weitere Anpassungen oder Erleichterungen geben wird. Unternehmen sollten die Entwicklungen im Auge behalten und sich auf mögliche Änderungen vorbereiten.
Zweitorder Effekte
Die Synchronisierung der EORI- und BCE-Datenbanken könnte zu ähnlichen Maßnahmen in anderen EU-Mitgliedstaaten führen. Unternehmen mit internationalen Aktivitäten sollten daher ihre Registrierungen in allen relevanten Jurisdiktionen überprüfen, um sicherzustellen, dass sie den lokalen Anforderungen entsprechen.
Häufig gestellte Fragen
- Welche Unternehmen sind von dieser Maßnahme betroffen?
- Unternehmen, deren BCE-Nummer als inaktiv oder nicht existierend markiert ist und die noch eine gültige EORI-Nummer besitzen. Dies umfasst insbesondere ruhende Gesellschaften, umstrukturierte Unternehmen oder solche, die Fusionen oder Auflösungen durchlaufen haben.
- Was passiert, wenn ich keine Maßnahmen ergreife?
- Ihre EORI-Nummer wird automatisch deaktiviert, was zu Unterbrechungen bei der Zollabwicklung führen kann. Dies betrifft insbesondere Warenbewegungen, die eine gültige EORI-Nummer an EU-Grenzübergängen erfordern.
- Wie kann ich meine EORI-Nummer reaktivieren?
- Sie müssen zuerst Ihren aktiven Status beim BCE wiederherstellen und anschließend einen neuen EORI-Antrag bei der belgischen EORI-Zelle einreichen.
- Gibt es eine Möglichkeit, die Frist zu verlängern?
- Bisher gibt es keine Hinweise auf eine mögliche Verzögerung oder Verlängerung der Frist. Unternehmen sollten daher die aktuellen Informationen der SPF Finances im Auge behalten.
- Welche Rolle spielen Handelscompliance-Beauftragte und Zollspediteure?
- Sie sollten den BCE-Status ihrer Kunden überprüfen und sicherstellen, dass alle relevanten Registrierungen aktuell sind. Eine proaktive Überprüfung kann potenzielle Risiken vor dem Dezember 2026 identifizieren und abmildern.