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Peppol-ID-Struktur, Registrierungsablauf und Protokollauswahl – Grundlagenreferenz

Peppol, das Pan-European Public Procurement OnLine-System, stellt die technische Infrastruktur für den sicheren Austausch von E-Rechnungen und Dokumenten bereit. Unternehmen benötigen eine eindeutige Peppol-ID, die aus einer USt-IdNr. oder Handelskammer-Registernummer abgeleitet wird, um am Netzwerk teilzunehmen.

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Peppol, das Pan-European Public Procurement OnLine-System, stellt die technische Infrastruktur für den sicheren Austausch von E-Rechnungen und Dokumenten bereit. Unternehmen benötigen eine eindeutige Peppol-ID, die aus einer USt-IdNr. oder Handelskammer-Registernummer abgeleitet wird, um am Netzwerk teilzunehmen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Peppol-ID ist eine eindeutige Kennung, die aus einer bestehenden behördlichen Kennung abgeleitet wird und innerhalb des Netzwerks einzigartig sein muss.
  • Peppol basiert auf einem Vier-Ecken-Modell, bei dem Access Points für die sichere Übertragung zwischen Sender und Empfänger verantwortlich sind.
  • AS4 ist das derzeit bevorzugte Kommunikationsprotokoll, während AS2 ein veraltetes Protokoll ist, das schrittweise ausläuft.
  • Die Peppol-Directory ist eine kostenlose öffentliche Ressource, während der Zugriff auf einen Access Point in der Regel eine monatliche Gebühr erfordert.
  • Peppol hat sich über die EU hinaus in Länder wie Australien, Neuseeland, Malaysia, Singapur und Japan ausgeweitet.

Kontext

Peppol wurde 2008 von der EU ins Leben gerufen, um eine standardisierte und sichere Plattform für den elektronischen Austausch von Rechnungen und Dokumenten zu schaffen. Die aktuelle operative Norm ist Peppol BIS 4, wobei Dänemark im Jahr 2026 den Übergang von OIOUBL zu BIS 4 abgeschlossen hat. Mit der Einführung des belgischen B2B-E-Rechnungsmandats im Januar 2026 hat die Adoption von Peppol innerhalb der EU und darüber hinaus weiter zugenommen. Dieses System ist nicht nur auf die EU beschränkt, sondern hat sich auch in Länder wie Australien, Neuseeland, Malaysia, Singapur und Japan ausgeweitet.

Peppol-ID-Struktur

Eine Peppol-ID ist eine eindeutige Kennung, die einem Unternehmen oder einer Einheit innerhalb des Peppol-Netzwerks zugewiesen wird. Diese ID wird in der Regel aus einer bereits bestehenden behördlichen Kennung, wie einer USt-IdNr. oder Handelskammer-Registernummer, abgeleitet und muss innerhalb des Netzwerks einzigartig sein, um eine fehlerhafte Zustellung von Dokumenten zu vermeiden. Die Vergabe der ID erfolgt durch einen Access Point (AP)-Anbieter zum Zeitpunkt der Registrierung.

Vier-Ecken-Modell

Peppol basiert auf einem Vier-Ecken-Modell, das aus vier Hauptkomponenten besteht: (1) dem Rechnungssender, (2) dem Access Point des Senders, (3) dem Access Point des Empfängers und (4) dem Rechnungsempfänger. Die beiden Access Points sind für die sichere Übertragung zwischen den Parteien verantwortlich, was bedeutet, dass Sender und Empfänger nicht direkt miteinander verbunden sind.

Protokollauswahl: AS4 vs. AS2

AS4 ist das derzeit bevorzugte Kommunikationsprotokoll und wird von den meisten modernen Access Points unterstützt. AS2 ist ein veraltetes Protokoll, das noch von einigen Anbietern genutzt wird, aber schrittweise ausläuft. Bei der technischen Einführung sollte dieser Unterschied beachtet werden.

Implikationen für Unternehmen

Für Unternehmen, die Peppol nutzen möchten, ist es entscheidend, sich mit den Registrierungsprozessen und der ID-Struktur vertraut zu machen. Die Peppol-Directory, auch bekannt als "Yellow Pages", ist eine kostenlose öffentliche Ressource, die es Nutzern ermöglicht, registrierte Einheiten und ihre unterstützten Dokumententypen zu suchen. Der Zugriff auf einen Access Point erfordert in der Regel eine monatliche Gebühr.

Geografische Reichweite

Ungefähr 15 lokale Peppol-Behörden haben die Standardregeln angepasst, um länderspezifische Dokumententypen und Vorschriften zu berücksichtigen. Die geographische Reichweite von Peppol erstreckt sich über die EU hinaus und umfasst Länder wie Australien, Neuseeland, Malaysia, Singapur und Japan.

Ausblick

Die Einführung des belgischen B2B-E-Rechnungsmandats im Januar 2026 und der Abschluss des Übergangs Dänemarks zu Peppol BIS 4 im Jahr 2026 markieren wichtige Meilensteine in der Weiterentwicklung von Peppol. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Adoption in weiteren Ländern entwickelt und ob zusätzliche Anpassungen an lokale Vorschriften erforderlich sein werden. Unternehmen sollten die technischen Anforderungen und Kosten für die Nutzung von Peppol sorgfältig abwägen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Peppol und wofür wird es verwendet?
Peppol ist eine Plattform, die von der EU ins Leben gerufen wurde, um den sicheren und standardisierten Austausch von E-Rechnungen und Dokumenten zu ermöglichen. Sie wird hauptsächlich für öffentliche Ausschreibungen und Unternehmensgeschäfte innerhalb der EU und darüber hinaus genutzt.
Wie wird eine Peppol-ID zugewiesen?
Eine Peppol-ID wird von einem Access Point (AP)-Anbieter zum Zeitpunkt der Registrierung zugewiesen. Sie wird in der Regel aus einer bestehenden behördlichen Kennung, wie einer USt-IdNr. oder Handelskammer-Registernummer, abgeleitet.
Was ist der Unterschied zwischen AS4 und AS2?
AS4 ist das derzeit bevorzugte Kommunikationsprotokoll, das von den meisten modernen Access Points unterstützt wird. AS2 ist ein veraltetes Protokoll, das noch von einigen Anbietern genutzt wird, aber schrittweise ausläuft.
Ist die Nutzung von Peppol kostenlos?
Die Peppol-Directory und das eConnect-Portal sind kostenlose öffentliche Ressourcen. Allerdings erfordert der Zugriff auf einen Access Point in der Regel eine monatliche Gebühr.
In welchen Ländern wird Peppol genutzt?
Peppol wird nicht nur innerhalb der EU, sondern auch in Ländern wie Australien, Neuseeland, Malaysia, Singapur und Japan genutzt. Ungefähr 15 lokale Peppol-Behörden haben die Standardregeln angepasst, um länderspezifische Dokumententypen und Vorschriften zu berücksichtigen.
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